„Sie ist schwanger- und ich?“

Mein Name ist Martin und seit 4 Wochen bin ich glücklicher Papa einer gesunden Tochter, der kleinen Thea. Es ist schon unglaublich was die Natur alles zu Stande bringt, das alles am rechten Platz ist!

Aber Spaß bei Seite. Diese Sätze kennt ihr wahrscheinlich zu genüge. Ich möchte jetzt auch nicht weiter Phrasen dreschen, denn der Weg zum Kind steckt voller Herausforderungen. Auch für einen werdenden Vater ändert sich einiges im Leben. Klar ist, dass wir Väter physiologisch gesehen in der Schwangerschaft den deutlich kleineren Anteil haben. Nach der Zeugung wird der Mann ja theoretisch nicht mehr gebraucht. Aber genau in diesem Punkt liegt der Hase im Pfeffer. Der werdende Vater hat vielerorts mit einer Missachtung seines Gemütszustands zu kämpfen. Mutter und ungeborenes Kind ziehen natürlich die meiste Aufmerksamkeit auf sich. Und der werdende Vater tritt eher in den Hintergrund und wird oftmals zur Art Laufbursche degradiert. Nun ist es aber so, dass der moderne Mann in seiner Rolle als werdender Vater in einem Spannungsfeld steht. Auf der einen Seite das moderne Bild des Mannes voller Empathie, Interesse und Engagement. Und auf der anderen Seite die Realität im Jahr 2020. In der sich viele Männer mit abgeschlossenen Frauenzirkeln und Geburtsvorbereitungskursen, die Man(n) nur teilweise zum Schluss zulassen, konfrontiert sehen. Vielleicht sollten Männer einfach mal eigene Vorbereitungskurse gründen. In denen erfahrene Väter ihr Wissen bei einem Kaltgetränkt und Grillfleisch (alternativ auch vegetarisch oder vegan möglich) weiter geben.

Kurzum, denkt bei allen Veränderungen in der Schwangerschaft auch an uns Männer. Wir sind stärker, kreativer und empathischer als viele glauben.