Erste Anzeichen einer Schwangerschaft

Übelkeit, Müdigkeit, ein Spannungsgefühl in den Brüsten, das Ausbleiben der Periode… bei jeder Frau sind die frühen Anzeichen ein wenig anders. Außerdem gibt es sichere und unsichere Anzeichen. Wie und woran du welche Anzeichen erkennst, erfährst du in diesem Blog.

„Ich weiß es noch, als ob es gestern war: plötzlich war da ein zweiter schwacher Strich zu sehen. Ich jauchzte kurz auf, mir schossen Tränen in die Augen, mein Herz blieb kurz stehen und raste dann gefühlt auf 180 bpm. Meine Welt stand still, mir wurde heiß und kalt, ich sank zu Boden und schnappte nach Luft. Mich überkam ein Gefühl von purem Glück. Das Krasseste, was ich bis dahin gefühlt hatte.“ (von Mama Meike)

Liebe Mami, es gibt wohl kaum einen aufregenderen Moment, als den, indem du erfährst, dass du schwanger bist. So viele Fragen sind plötzlich in deinem Kopf, deine Gefühle überschlagen sich, du bist völlig geflasht und deine Welt wird plötzlich auf den Kopf gestellt. In dem Blog heute soll es um die ersten Anzeichen einer Schwangerschaft gehen. Die, die du vielleicht schon intuitiv wahrgenommen hast. Die, die du dir noch bewusst machen kannst. Die, die dir noch bevorstehen könnten.

Basics

Eine Schwangerschaft beginnt mit der Befruchtung der Eizelle. Das Schwangerschaftsalter wird aber ab Zyklusbeginn gerechnet, d.h. dass du genau genommen die ersten zwei Schwangerschaftswochen noch gar nicht schwanger bist. Der Eisprung – und somit die fruchtbare Phase – findet nämlich in der Regel in der Mitte deines Zyklus statt. Auch, wenn Millionen von Spermien ihren Weg zur Eizelle suchen, um sie zu befruchten, schafft es in den meisten Fällen nur ein einziges Spermium, die Eizelle zu befruchten.

Manche Frauen haben ein sehr gutes Körpergefühl und spüren instinktiv, dass sie schwanger sind, noch bevor sie einen Schwangerschaftstest gemacht haben. Manchmal ist es vielleicht zu früh für einen Test oder du hast Angst, ihn zu machen? Dann hast du nun die Möglichkeit, ganz in Ruhe für dich nachzulesen, ob ein paar oder mehrere Anzeichen auf dich zutreffen. Frühestens ab der 4. Schwangerschaftswoche, das sind zwei Wochen nach der Befruchtung, und direkt nach der Einnistung produziert der Körper das Schwangerschaftshormon hcG. Ab jetzt könntest du erste unsichere Anzeichen wahrnehmen.

Die häufigsten, noch unsicheren Anzeichen

Die unten aufgeführten, unsicheren Anzeichen können auch andere Ursachen haben als eine bestehende Frühschwangerschaft. Sie können auf eine Schwangerschaft hindeuten, müssen es aber nicht. Beachte bitte, dass jede Frau die Anzeichen individuell wahrnimmt und einordnet. Es gibt auch Fälle, in denen die Frau keine Anzeichen zeigt und trotzdem eine gesunde Schwangerschaft entwickelt. Wenn z.B. du zum zweiten oder dritten Mal schwanger bist, können sich die Symptome gänzlich von der vorherigen Schwangerschaft unterscheiden. Liebe Mami, du merkst schon, ein Patentrezept gibt es nicht. Aber es gibt, wie schon erwähnt, ein paar Anzeichen, die bei vielen Schwangeren häufig auftreten.

  • Empfindliche Brüste: bei etwa 70-80% der Schwangeren findet eine Brustveränderung statt. Deine Brüste können spannen, vergrößert und geschwollen sein, sehr berührungsempfindlich und manchmal sogar schmerzen. Oft verändern die Brustwaren und der Warzenvorhof auch Form und Farbe, sie werden meist dunkler. Bei Frauen, die schon mal gestillt haben, treten diese Veränderungen seltener auf.
  • Extreme Müdigkeit: gerade in der Frühschwangerschaft, also im ersten Trimester (die ersten 12 Wochen in etwa) kann dich ein Gefühl der ständigen Erschöpfung begleiten. Durch die vielen schwangerschaftsbedingten Veränderungen macht dein Körper einiges mit und konzentriert sich darauf ein neues Leben entstehen zu lassen. Kein Wunder also, dass du oft extrem müde bist und dich abgeschlagen fühlst.
  • Leichte Schmierblutung: hierbei kann es sich um die sogenannte Nidationsblutung (Einnistungsblutung) handeln, die etwa fünf bis zehn Tage nach dem Eisprung auftreten kann. Die Schmierblutung tritt meistens vor dem eigentlichen Beginn der Regelblutung auf, es sind meistens nur ein paar Tropfen oder Schlieren von hellrotem Blut. Sie nimmt von der Intensität nicht zu und dauert auch nicht lange an.
  • Vermehrter Ausfluss: in über der Hälfte aller Fälle zeigt sich bereits ab der zweiten Woche nach der Befruchtung vermehrt auftretender, milchig-weißer Ausfluss. Er sollte nicht unangenehm riechen. Meistens wird er, wie auch der häufigere Harndrang, durch die stärkere Durchblutung ausgelöst.
  • Ziehen im Unterleib/ Krämpfe: ähnlich wie beim Einsetzen der Periode fühlt sich dieses Ziehen an. Es kann leicht mit menstruationsartigen Krämpfen verwechselt werden. In vielen Fällen tritt dieses Ziehen als Begleiterscheinung einer Frühschwangerschaft auf. Der Grund dafür ist, dass sich die Gebärmutter erst noch richtig im Becken einstellen muss und noch nicht durch die Beckenknochen gestützt wird. Außerdem können auch kontraktionsähnliche Schmerzen auftreten, die vom Ziehen der Mutterbänder.
  • Übelkeit/ Erbrechen: bei manchen Frauen zeigt sich die charakteristische Übelkeit schon kurz nachdem Ausbleiben der Regelblutung, bei den meisten setzt sie aber erst ein paar Wochen danach ein. Die Übelkeit kann zu jeder Tages- und Nachtzeit auftreten, leider nicht nur morgens. Bei manchen Frauen geht es bis zum Erbrechen. Häufig verschwindet sie nach dem ersten Trimester wieder. Wenn dich die Übelkeit auch plagt, kannst du auch mal im Blog nachlesen, was hilfreich sein könnte. Halte zudem am besten Rücksprache mit deiner Hebamme oder deinem Arzt.
  • Heißhunger/ Ekel vor Lebensmitteln: häufig zeigt sich ein erhöhter Appetit während der Schwangerschaft. Klar, dein Körper produziert ja auch ein neues Leben und das kostet schließlich vermehrt Energie. Durch die Hormonumstellung kann es aber auch sein, dass dir plötzlich beim bloßen Gedanken an ein bestimmtes Lebensmittel schlecht wird. Oder genau das Gegenteil kann der Fall sein: auf einmal hast du Gelüste auf ein bestimmtes Lebensmittel. Zusätzlich kann dazu kommen, dass dein Geruchssinn sehr empfindlich auf Gerüche reagiert. Nicht selten ist es der Fall, dass du dein Lieblingsparfüm oder den Duft von frischem Kaffee nicht mehr riechen kannst.

Weitere Anzeichen können auch Stimmungsschwankungen, Verstopfungen/ Blähungen, Rückenschmerzen, Atemnot, Herzklopfen, Hitzewellen, Sodbrennen, Akne, Hautveränderungen, Schwindel oder verstärkter Speichelfluss sein. Alle genannten Symptome können auf eine Schwangerschaft hindeuten, müssen es jedoch nicht. Wenn du aber auf Nummer Sicher gehen möchtest, schaue dir die sicheren Anzeichen an.

Sichere Anzeichen

Wenn du vermutest, dass du schwanger bist, solltest du als allererstes einen Schwangerschaftstest machen. Lasse dich bei Unsicherheiten oder Fragen z.B. in der Apotheke beraten. Wenn der Test negativ ausfällt, du aber das Gefühl nicht los wirst, dass sich etwas in deinem Körper tut, so wiederhole den Test nach einer Woche. Vielleicht befindest du dich in einem so frühen Stadium der Schwangerschaft, dass dein Körper noch nicht genügend hcG-Hormone gebildet hat, um den Test positiv werden zu lassen. Bei einem positiven Test solltest du umgehend den Kontakt zu deinem Frauenarzt suchen und einen Termin vereinbaren, um die Schwangerschaft bestätigen zu lassen. Du kannst auch einen Schwangerschaftsrechner  benutzen, um zu berechnen wie weit du bist. Vergiss nicht, dich auch rechtzeitig um eine Hebamme zu kümmern. Am besten in dem Moment, wo du den positiven Test in der Hand hältst.

Ein weiteres, ziemlich sicheres Anzeichen ist auch das Ausbleiben der Periode. Wenn du allerdings einen unregelmäßigen Zyklus hast, so musst du länger warten, um Sicherheit zu bekommen. Du kannst dich absichern, indem du dir bspw. einen Früherkennungs-Schwangerschaftstest aus der Apotheke kaufst, den du auch schon ein paar Tage vor Fälligkeit machen kannst.

Liebe Mami, alle oben genannten Anzeichen/ Symptome können ganz normal für eine Schwangerschaft sein und zum alltäglichen Wahnsinn dazugehören, den dein Körper durchläuft. Sollte sich aber eine Veränderung nicht gut oder richtig anfühlen und dir starke Schmerzen bereiten, so kontaktiere bitte sofort deinen Arzt.

Weitere Links:

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